Lehmofen

Lehm ist ein geniales Material, um einen Ofen zu bauen. Lehm lässt sich wunderbar formen und so gestalte ich, immer wieder von Neuem fasziniert von diesem Baustoff, individuelle und hochwertige Backöfen für den Garten. Der Sockel für den Lehmofen wird der jeweiligen Situation angepasst, vielleicht gibt es eine Mauer, die als Unterbau dienen kann. Da Lehm wasserlöslich ist, braucht ein Lehmofen ein Dach, das ihn vor Regen schützt. Die Dächer können je nach Situation und ästhetischem Empfinden der Bauherrschaft recht unterschiedlich sein. Auch hier gibt es keine 0815-Variante. Da der Lehm seine Eigenschaften nie verliert, ist ein solcher Ofen sehr einfach im Unterhalt. So lässt sich ein allfälliger Spannungsriss (ein Ofen macht grosse Temperatur-Schwankungen mit und so kann mal ein Riss entstehen) ganz simpel mit frischem Lehm ausstreichen und das wärs dann auch schon.

Einem Lehmofen kann man die knusprigsten und feinsten Brote entnehmen und die Pizzas sind die leckersten, die man sich vorstellen kann. Durch die kompakte Bauweise erreicht ein solcher Lehmofen sehr hohe Strahlungshitze und so braucht eine Pizza 2 bis 3 Minuten Backzeit bei einer Befeuerungszeit von 2 Stunden. Um Brote zu backen, wird der Lehmofen auf die benötigte Temperatur gebracht, die Glut rausgenommen und nun kann auf der ganzen Backfläche bei verschlossenem Ofenloch gebacken werden.

Ich hatte einmal eine Anfrage für einen Tandoori. Das war ein sehr interessantes Projekt. Der Kunde wollte in seinem Lehmofen klassische Fladenbrote, Fleischspiesse, aber auch Pizzas und Brot backen, normal grillieren und sogar räuchern. Ich bin richtig stolz, dass er nun mit seinem Tandoori all das kann.

© Bild und Wort. Christoph Wegelin. www.gartenpoet.ch