Teich

Lehm ist der ursprünglich Baustoff, wenn es darum geht etwas abzudichten, einen Teich zu bauen. Früher hat man da einen Teich gebaut, wo Wasser vorhanden war oder noch besser, sich Wasser bereits angesammelt hatte, weil der Untergrund Wasser schlecht versickern liess. Heute bauen wir Teiche wo es uns gefällt. Schliesslich wurde die reine Handarbeit durch den maschinellen Einsatz extrem erleichtert.

Aus meiner Sicht spricht auch heute noch viel für einen mit Lehm abgedichteten Teich. Er sollte eine gewisse Grösse (ab 300 m2) aufweisen, denn das Ufer eines Lehmteichs wird langsam abfallend gebaut und braucht dementsprechend Platz, um auch tiefe Wasserzonen zu schaffen. Tiefe Wasserzonen sind wichtig als Puffer, damit sich der Teich im Hochsommer nicht zu stark erwärmt. Idealerweise hat ein Lehmteich einen Zufluss, einen Bach oder gesammeltes Regenwasser, so bleibt der Wasserspiegel meist konstant und die Ränder trocknen nicht aus, es gibt keine Rissbildung, keine undichte Stelle.

Kleinere Teiche oder Teiche mit steil abfallender Uferzone baue ich mit Folie. Hier kommt für mich nur eine Folie, nämlich Gummi, sprich synthetischer Kautschuk (EPDM) in Frage. Diese Folie ist sehr langlebig, elastisch, robust und verglichen mit anderen Folien, kommt sie der Natur am nächsten.

© Bild und Wort. Christoph Wegelin. www.gartenpoet.ch